I.G. Farben und amerikanisches Establishment

In den Geschichtsbüchern wird allzugerne über große strategische Entscheidungen, über Feldzüge, Niederlagen und Siege berichtet. Es gibt aber noch eine zweite Geschichte, die nicht gelehrt wird – die Geschichte der internationalen Verwicklung des Establishments, das an den Hebeln der Macht sitzt, und die Kriege mitzuverantworten hat und nur allzuoft geradezu unverschämt profitierte von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Völkern und Nationen.

Und noch etwas wird gerne verborgen. Wie die größten Lumpen ihr Schäfchen immer wieder ins Trockene bringen.

Ursprünglich sollten die folgenden Recherchen in „Säulen der Matrix“ miteinfließen. Nach der Besichtigung des Ergebnisses und aufgrund der Recherchen war ich jedoch anschließend so deprimiert, dass ich beschloss, den Leserinnen und Lesern meines Buches diesen Teil der Geschichte zu ersparen.

Wenn Sie wissen möchten, was Ihnen bei „Säulen der Matrix“ entgangen ist, lesen Sie weiter.

Die Verbindungen der Wall Street zu IG Farben und dem 3. Reich

Vorstellung wichtiger Mitspieler

In diesem Teil der Geschichte geht es häufig um einen gewissen John McCloy, von dem sie eventuell noch nie gehört haben. Doch das macht nichts, denn er steht stellvertretend für ein Heer von gleichgeschalteten Kumpanen. Wir werden auch von einigen anderen Herren hören, z.B. die Herren Rockefeller, Harriman und Bush, John Foster und Allen Dulles.

Auch sie stehen nur stellvertretend für ein System, das bis zuletzt, also bis heute, ziemlich reibungslos funktioniert. Es ist schwierig die Komplexität globaler Politik zu verstehen, wenn der immense Einfluss einer Gruppe von Bankern und Industriellen auf jeden Aspekt unseres Lebens nicht wenigstens ansatzweise registriert und die Geschichte des 20. Jahrhunderts auch aus diesem Blickwinkel betrachtet wird.

Beleuchtet man die Sache näher und sieht sich einmal genauer an, welche enge Verbindungen es zwischen deutschen, amerikanischen und britischen, kurz gesagt internationalen Industriellen und Geldgebern es gibt und gab, tut sich ab den 1920er Jahren des letzten Jahrhunderts ein Abgrund auf, ein Gewirr von Verflechtungen, in welchem Industrie, Politik und Banken scheinbar mühelos ihre Profite einstreichen. Es geht um die Geschäfte zwischen Nazifirmen, insbesondere der IG Farben, amerikanischen Politikern, internationalen Bankern und Industriellen.

Verschiedene bedeutende amerikanische Firmen hatten noch während des Krieges Preisvereinbarungen und andere Geschäfte mit den Nazis eingefädelt. 1941 legte eine amerikanische Untersuchungskommission eine “Vermählung” zwischen der United States Standard Oil Co. und I.G. Farben offen. Heraus kamen auch neue Hinweise auf ein komplexes Preis- und Marketingsystem zwischen duPont und ihrer Zweigniederlassung Cuba Distilling Co. [1]

Dies soll sogar dazu geführt haben, daß kriegsentscheidende Rohstoffe (während des Krieges) über Zweigniederlassungen deutscher Firmen in den USA nach Deutschland geleitet wurden, obgleich Amerika diese Rohstoffe ebenso dringend benötigte.

Bush

Ein Vorgänger der Präsidenten Bush, Prescott Bush, war tief verwickelt in Geschäfte mit den Nazis während des Krieges. Der Grundstock des Vermögens der Bush-Dynastie soll in diesen Jahren zusammengerafft worden sein.

Prescott Bush, der Vater des späteren ersten Präsidenten Bush, arbeitete für Brown Brothers Harriman´s Anwaltskanzlei, die wiederum Fritz Thyssen als Amerikabasis dienten. Thyssen half bis gegen Ende der 1930er kräftig mit, Hitler zu finanzieren.

Vater und Großvater der Präsidenten Bush: Prescott Bush

Bush war auch im Direktorium von mindestens einer der Front-Gesellschaften Thyssens, die ein Netzwerk bildeten und dabei halfen, Thyssen´s Anlagen zu transferieren. Bush´s UBC diente den Thyssens dazu, über ein Netzwerk von Gesellschaften Handel zu treiben.

Die Dulles Brüder, Thyssen, Prescott Bush

Allen Dulles (ebenso sein Bruder, John Foster Dulles, der später in der Eisenhower-Regierung sitzen würde), Chef der CIA in den 50er Jahren, war Anwalt für den amerikanischen Ableger von IG-Farben, war ebenfalls für Thyssen tätig und sass im Beirat einer holländischen Bank, der Rotterdam Bank, die den Thyssens gehörte.

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Bild Wiki: Allen Dulles, amerikanischer Spion und Nazi-Sympatisant?

Thyssen war ein geradezu unverschämt reicher Industrieller in Sachen Stahl und strammer Unterstützer von Hitlers Sache. Spätestens nachdem klar war, dass der Young-Plan (mehr dazu unten) mehr als nur eine Drohung war.

Bis 1939 funktionierte die Zusammenarbeit zwischen Thyssen und Nazi-Regime bestens, doch dann kam es zu einem Zerwürfnis. Thyssen wollte anscheinend die Politik Hitlers nicht mehr so richtig mittragen.

1941 floh Thyssen aus Deutschland, wurde aber in Frankreich gefasst und bis zum Ende des Krieges in Gefangenschaft gehalten. Thyssens Besitztümer in den USA wurden 1942 beschlagnahmt. UBC wurde intakt erhalten und nach dem Krieg den Anteilseignern zurückgegeben.

Zwar wurden aufgrund einer weiteren Untersuchung im Jahre 1942 vorübergehend auch amerikanische Gelder aus diesen Geschäften konfisziert, doch nach dem Krieg wurde Bush und seinesgleichen wieder entschädigt. Auch andere prominente Namen mischten mit beim dicken Geschäft mit den Nazis.

Thyssens Geld  „bin dann mal weg!“

Prescott Bush blieb weiterhin Direktor der Union Bank Corporation (UBC), die Thyssens Interessen (u.a.) in den USA vertraten und hatte diesen Posten auch nach dem Ende des Krieges inne.

Während der Nürnbergerprozesse wurde Thyssen befragt, was mit seinem Vermögen passiert sei, das nicht auffindbar war. Thyssen verweigerte spezifische Auskünfte, sagte also nichts.

Vielleicht hätte man mal Allen Dulles von OSS und Rotterdam Bank oder Opa Prescott Bush von der UBC fragen sollen? Es sieht ganz so aus, als hätte Thyssen mit seinen Verbindungen und seinem Netzwerk eine Möglichkeit gefunden, sein Vermögen so gut als möglich ins „befreundete“ Ausland zu transferieren und dort zu parken, bevor die Sache den Bach hinab ging. Mit Hilfe und Wissen des kommenden CIA-Direktors Allen Dulles!

„Die politische Dynastie wie auch der Reichtum der Bushs erwuchsen aus den Naziverbindungen durch Prescott Bush, der für den Nazimagnaten Fritz Thyssen arbeitete.“  Diese Aussage erhält nun eine ganz neue Bedeutung.  Auch Bushs Schwiegervater Herbie war bei Thyssen beschäftigt.

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Bild Wiki: Fritz Thyssen … fragt sich, ob sein Geld bei Bush sicher ist.

Ein noch dunkleres Kapitel im Leben von Prescott Bush wurde von einem niederländischen Geheimdienstagenten offengelegt, der angab, Prescott Bush habe einen Teil des Arbeitslagers geleitet, das zu einer Anlage des riesigen Chemiekartells IG Farben bei Auschwitz gehörte – dem berüchtigten Konzentrationslager der Nazis.

Ein Mitarbeiter Prescott Bushs war Allen Dulles, der im Anschluß an eine überaus fragwürdige Karriere während des Zweiten Weltkriegs, als er dem Schweizer Außenposten des US-Geheimdienstes OSS (Office of Strategic Services) vorstand, die CIA leiten sollte.

Vor dem Krieg war Dulles der US-Rechtsberater der IG Farben gewesen. Er beriet auch Fritz Thyssen in Rechtsfragen. All diese Verbindungen riechen stark nach Vetternwirtschaft. Manche sehen sogar Verrat in ihnen. [2]

McCloy, Harriman

Und auch ein Mr. McCloy tummelte sich in diesem Umfeld. Er wird noch eine wichtige Rolle zu spielen haben. Zufällig vertrat seine Anwaltsfirma Cravath, Henderson & de Gersdorff gleichfalls vor dem Krieg IG Farben und deren Ableger in den USA. Man muss wirklich nicht spekulieren, um die Aussage machen zu können, daß McCloy auch mit Bush in gutem Einvernehmen stand.

In einer Biographie der Bush-Familie ist zu lesen, daß Prescot S. Bush (1895-1972) sein Vermögen an der Wall Street machte, als Partner von Brown Brothers Harriman. Er war eng verbunden mit den „Weisen Männern“ – den Beratern, einschliesslich Dean Acheson, Averell Harriman und John McCloy, der die amerikanische Aussenpolitik beeinflusste.

Kein Wunder – Prescot Bush war zu seiner Zeit ein mäßig erfolgreicher Reifenhändler, den der Schwiegervater in Spe, Herbert Walker, erst ins Geschäft brachte. Walker war wiederum befreundet mit dem Papa von Averell, E.H. Harriman.

1952 gewann Prescott den Senatssitz in einer Sonderwahl und blieb für 10 Jahre im Amt, bevor er sich aufgrund gesundheitlicher Probleme zur Ruhe setzte. [3]

Bush und die Eugenik-Bewegung

Was in dieser Biographie von Opa Bush ziemlich sicher verschwiegen wird, ist, daß er 1950 eine Wahl verlor, weil bekannt geworden war, daß er recht unheilvolle Wurzeln in der Eugenik-Bewegung hatte. Kurz nach dem Anti-Hitler-Krieg gab es in Amerika kaum offene Befürworter für die Sterilisation von „schwachen oder unnützen Leuten“ (für eine Belebung dieses Themas sorgte später George Bush mit der Hilfe von General Draper). Bush (Prescott) verlor die Wahl damals nur knapp. [4]

John D. Rockefeller III, mit dem wiederum Averell Harriman per Einheirat verwandt ist,  hatte ebenfalls großes Interesse am eugenischen Konzept und sponsorte z.B. die internationale Eugenik-Versammlung in den USA 1932.

Bild Wiki: John D. Rockefeller hat großes Interesse an der Eugenik

Der Erfinder der deutschen Rassengesetze, Ernst Rüdin durfte damals per von Harriman gesponserter Schiffsreise auf der Hamburg-Amerika-Linie als Ehrengast anreisen, Direktor der Schiffahrtslinie war Prescott Bush.

Ernst Rüdins Institut wurde durch die Rockefeller-Stiftung unterstützt. Es wird weiterhin berichtet, dass über Konten der Hamburg-Amerika Linie Gelder zur Unterstützung von destabilisierenden Maßnahmen der (vor Hitler) amtierenden deutschen Regierung geflossen sein sollen.

Rockefeller, Nazis und UBC (englisch)

Der sogenannte „wissenschaftliche Rassismus“ (scientific Racism) ist keine Erfindung der Deutschen sondern eher im britischen Establishment zu verorten. Hitler bewunderte den Fortschritt des wissenschaftlichen Rassismus in Amerika und versuchte womöglich diese Ideologie in Deutschland auf die Juden umzumünzen.

Umgekehrt läßt sich die Unterstützung der SS, von Hitler und seinem Rassenprojekt durch Rockefeller, Bush, Harriman und anderen einflussreichen Personen nun auch vor einem ideologischen Hintergrund deuten. Hitler wurde von gewissen Kreisen des amerikanischen Establishment nicht unterstützt, obwohl dieser eine extreme Rassenideologie vertrat, sondern weil sie selbst eine extrem rassistische Position vertraten.

Die Karriere McCloy´s

Zurück also zu McCloy, dem Supermann, der mit allen Mächten tanzt. McCloy wurde 1895 geboren, 1919 Amherst College, 1921 Harvard Law School. Er lernte sein Handwerkszeug zunächst bei der führenden Anwaltskanzlei Cadwalader, Wickersham & Taft. Henry W. Taft war der Bruder von Präsident William Howard Taft.

1924 wechselte McCloy zu Cravath, Henderson & de Gersdorff. In dieser Zeit knüpfte er Kontakte zu W. Averell Harriman and Robert A. Lovett. Lovett würde in den späteren Kriegszeiten neben McCloy an hervorragender politischer Stelle sitzen. Politik und harte Wirtschaftsinteressen waren nie voneinander getrennt und sind es auch heute nicht. Harriman ist zu dieser Zeit ein richtig großer Industriebaron in Sachen Stahl, Eisenbahnbau und Schifffahrt.

1927 wurde McCloy nach Mailand gesandt, um dort ein Büro zu eröffnen. Während der nächsten Jahre reiste er durch Italien, Frankreich und Deutschland. Gemäss Anton Chaitkin arbeitete McCloy auch als Berater für das faschistische Mussolini-Regime. [5]

Mussolini, der starke Mann in Italien, der mit Hitler ein Bündnis eingeht.

Auch Averell Harriman stattete Mussolini zufällig ebenfalls 1927 einen Besuch ab. In dieser Zeit knüpfte McCloy gute Kontakte zu Paul M. Warburg, dem Gründer von M.M. Warburg in Hamburg.

Averell Harriman in den 1940er Jahren

Das Bankhaus Warburg war eine der Gründungsfirmen der Federal Reserve Bank der USA.

Roosevelt vs. Antikommunisten

1933, ein paar Jahre nach dem Banken Crash und inmitten einer Wirtschaftskrise, kam Roosevelt mit dem „New Deal“ und wollte die amerikanische Wirtschaft neu aufbauen. Derselbe Roosevelt übrigens, der 1935 zusammen mit Henry A. Wallace das allsehende Auge und die Pyramide auf dem Dollarschein einführen ließ.

Doch Roosevelts Plan hatte nicht nur Befürworter. Der Schwager McCloys, Lewis W. Douglas, wurde 1933 zwar von Roosevelt zum Director of Budget ernannt, jedoch wuchsen in Douglas zunehmend Vorbehalte gegen die Politik Roosevelts, da er der Überzeugung war, daß der New Deal von Kommunisten und Juden beeinflusst worden war. Auch McCloy schien diese Auffassung zu vertreten. Wenn es gegen die Kommunisten ging, war McCloy schnell dabei.

Zur gleichen Zeit, deckte der hochdekorierte Smedley Butler eine Verschwörung amerikanischer Industriemagnaten auf, die Roosevelt, praktisch parallel zu Hitlers Machtergreifung, aus dem Amt putschen und einen Mann ihrer Wahl ins Amt bringen sollte.

Die Verbrüderung von US-Establishment und Nationalsozialismus

1936 reiste McCloy nach Berlin zu Gesprächen mit Rudolf Hess, gefolgt von einem netten Tag in der Kabine von Hitler und Göring während der Olympiade. Wie die Geschichte noch zeigen wird, scheint McCloy minimum ein in der Wolle gefärbter Antikommunist gewesen zu sein. Diese Haltung dominiert fast alle seine zukünftigen Entscheidungen.

Der amerikanische Botschafter in Berlin wird in dieser Zeit warnen, wie groß die Verbrüderung zwischen amerikanischem Establishment und Naziführung ist.

Botschafter warnt!

US-Investoren unterstützen die Nazis nicht heimlich, sondern so offen, daß der US-Botschafter in Deutschland, William E. Dodd, 1937 einem Reporter der “New York Times” eindringlich warnte:

“A clique of U.S. industrialists is hell-bent to bring a fascist state to supplant our democratic government and is working closely with the fascist regime in Germany and Italy. I have had plenty of opportunity in my post in Berlin to witness how close some of our American ruling families are to the Nazi regime….”

Ohne die Gelder von Thyssen (über seine Bank voor Handel en Scheepvaart [in der Allen Dulles im Vorstand saß]) und von Harrimans Hamburg-Amerika Line (als Teil der American Ship and Commerce Corp.) wäre Hitler 1933 nicht an die Macht gekommen.

Es scheint als hätte eine gewisse finanzstarke, amerikanische Elite trotz des Rückschlags ihrer Pläne in den USA noch keineswegs alle ihre Ziele aufgegeben.

Bush und Farish (wird an anderer Stelle behandelt) schmieren SS-Chef Heinrich Himmler über Emil Helfferich, Kurt von Schroeder und Karl Lindemann, Verwaltungsratsmitglied der Hamburg-Amerika-Line, bis 1944.

Thyssen wird von der Wall Street unterstützt

Dank (dem Engländer) Norman, einem einflussreichen Banker und Hitler-Unterstützer auf Seite der Briten, sowie Harriman und Bush konnte eine Übernahme des nach dem Börsenkrach bankrotten deutschen Stahlkonglomerats durch die katholische Zentrumspartei verhindert und die Kontrolle durch Thyssen gesichert werden.

Mitbeteiligt an der Finanzierung der teuren Wahlpropaganda waren außer Harriman und Bush, auch Hjalmar Schacht und Baron Kurt von Schroeder, Direktor der Thyssen-Hütten mit engen Beziehungen zu den Dulles-Brüdern.

Ebenfalls beteiligt an der Hamburg-Amerika Line und späteren Hapag-Lloyd war der berühmte Jude und Hitler-Unterstützer Max Warburg, der gute Bekannte unseres John McCloy.

Frederick M. Warburg, der Sohn von Max Warburg und einer der Direktoren von Harrimans Eisenbahnnetz, kontrolliert das American-Jewish Committee, das sich von 1933 bis zum Kriegsbeginn gegen einen Boykott Nazi-Deutschlands einsetzte.

Die Verflechtung Thyssens mit Harriman/Bush

Laut kürzlich deklassifizierter Berichte soll die Union Banking Corporation von W. Averell Harriman 1924 als Gemeinschaftsoperation von W.A. Harriman & Co. in New York, und der Bank voor Handel end Scheepvaart (BHS), Holland gegründet worden sein, um das Vermögen der Thyssen Familie zu verwalten.

In dem Bericht heißt es weiter, dass die Union Banking Corporation  eine Verbindung zu den Vereinigte Stahlwerken hatte, welche für zwischen 20% und 50 % der deutschen Stahlproduktion aufkam.

Die Bush-Harriman Bank verwaltete das Thyssen Familienvermögen, während die New Yorker Bank Dillon Read (wie Dillon in der Schwager von McCloy) die Geschäfte der Vereinigten Stahlwerke übernahm. Clarence Dillon wiederum war ein Kollege des Vaters von Prescott Bush, Sam, während des Ersten Weltkrieges.

Thyssen´s Partner bei den Vereinigten Stahlwerken war Friedrich Flick.

Dulles / Harriman

Dank einem Vertrag, der von Hjalmar Schacht (dem Mann mit den schon seit jeher besten Beziehungen zur Wall Street), John Foster Dulles, Max Warburg und Kurt von Schroeder geschrieben wurde, liefen ab Mai 1933 alle deutschen Exporte in die USA über die Harriman International, deren Inhaber ein Cousin von Averill Harriman war.

Brown Brothers Harriman´s war zu dieser Zeit die größte private Investmentbank der Welt. Thyssen gehörte die größte Stahl- und Kohle Gesellschaft in Deutschland. Und wenn wir schon bei Superlativen sind, erwähnen wir noch Sullivan & Cromwell, die damals grösste Wirtschaftskanzlei der Welt, in der die Dulles Brüder sassen, die wiederum perfekt mit dem Giganten I.G. Farben und den anderen deutschen Titanen der Wirtschaft zusammenarbeiteten.

John Foster Dulles gehört eindeutig zum Personenkreis derjenigen, die das Vertrauen von allen Seiten genießen. Er wird auch Treuhänder der nach Kriegsende suspendierten I.G. Farben werden.

Bild Wiki: John Foster Dulles, Mitbegründer des CFR, Anwalt von I.G. Farben, später unter Eisenhower und Kennedy in der Regierung.

Mit der Unterstützung von Prescott Bush und Felix Warburg von der Kuhn Loeb and Co. organisierte der spätere [amerikanische] Aussenminister John Foster Dulles während den 30er Jahren die Schuldenrestrukturierungen für deutsche Firmen und ermöglichte damit Deutschlands Umstellung auf die Rüstungsproduktion, wofür die beiden enorme Summen kassierten – und die Kassen von allen Teilhabern deutscher, rüstungsrelevanter Betriebe klingeln ließen. Ein klarer Fall für McCloy und Kollegen.

Einige große Wirtschaftskanzleien verdienten ganz ordentlich an den Verhandlungen um deutsche Reparationszahlungen und der Aushandlung von Kreditvereinbarungen mit der bankrotten Weimarer Republik.

McCloy geht in den Krieg

Von einem Tag auf den anderen sozusagen, mussten aber alsdann die Partner, die gerade noch Geldbündel getauscht hatten und dicke Stumpen geraucht hatten, gegeneinander Krieg führen. Doch informierte Kreise konnten sich offenbar lange genug auf den Kriegseintritt der USA vorbereiten, z.B. Fritz Thyssen.

1941 wurde McCloy von Henry L. Stimson zum Assistant Secretary of War bestimmt. Sein alter Kollege aus der Kanzlei, Robert A. Lovett, war sein „Super Assistant Secretary of War.“

Während dieser Zeit war McCloy daran beteiligt, den Lend-Lease Act vorzubereiten, der zur Internierung von 120.000 japanischstämigen Amerikanern während des Krieges führte. Es fiel auch in seinen Zuständigkeitsbereich Ziele für amerikanischen Bombenangriffe in Deutschland zu definieren.

Justiz-Staat USA?

In diesem Zusammenhang kommen wir zu einem interessanten Hinweis in Bezug auf das Verständnis der amerikanischen Justiz hinsichtlich einer möglichen Haftung des Staates. Folgendes Zitat macht die Haltung deutlich: „Kurt Julius Goldstein, 87, und Peter Gingold, 85, klagten gegen die USA, doch der Fall wurde mit der Begründung abgelehnt, daß der Staat aufgrund des Prinzips der staatlichen Souveränität nicht verantwortlich gemacht werden könne.

Die Anwälte der beiden Kläger (ehemaliger Zwangsarbeiter) hatten argumentiert, daß die Bombardierung der Konzentrationslager, beziehungsweise der Versorgungswege zu den Produktionsstätten, aufgrund des Drucks einer Gruppe grosser amerikanischer Gesellschaften und den Brown bros. (Harriman-Bush) nicht ausgeführt wurde (entgegen Roosevelts Order, alles zu tun, um die Juden zu retten, mit McCloy in entscheidender Position).

In anderen Worten: Bis zuletzt waren die amerikanischen Anteilshaber von I.G. Farben & Co interessiert daran, ihre Profite nicht zu gefährden und taten dies unter Einsatz von politischem Druck, was laut Darstellung der Kläger den Tod von Juden verursachte. Ist damit möglicherweise der CFR (Council on Foreign Relations – höchst einflussreicher Beraterkreis der US-amerikanischen Regierung, in dem sich auffallend viele global Player unserer Farce tummeln) gemeint, bzw. Harriman und Co. beteiligt an der Entscheidung des Gerichtes?

Nach Kriegsende wurde John McCloy dafür kritisiert, bei den Bombenangriffen die Bahngleise, die nach Auschwitz und zu anderen Konzentrationslagern führten, nicht bombardiert zu haben (was dann ebenso in Lovett´s Ressort fiel, der zum Secretary of War for Air ernannt worden war), womit er eindeutig Präsident Roosevelts Order „alles zu tun, um die Juden in Deutschland zu schützen“ unterlief.

„nicht im […] Interesse“

Mehrmals begründete McCloy seine abschlägigen Bescheide auf diesbezügliche Anfragen mit Resourcenknappheit und „nicht im militärischen Interesse“.

Da McCloy ehemaliger Anwalt von IG Farben war und enge Verbindungen zum Bankenwesen hatte, fragt man sich jedoch unwillkürlich, ob nicht auch noch andere Interessen mitgespielt haben. Wie wir unten noch sehen werden, hatten mehrere deutsche Großkonzerne ihre Produktionsstätten direkt in oder um Ausschwitz herum aufgebaut und profitierten unmittelbar von einer Art Sklaventum der schlimmsten Art. Und damit auch die Banken und die Aktionäre der Firmen.

John McCloy schaffte es 1947 – 1949 bis zum Präsidenten der Weltbank, bevor er Lucius Clay als Hoher Kommissar für Deutschland ablöste.

1949 wurde McCloy  zum Hochkommissar in der Besatzungszone bestimmt und ermöglichte Tausenden von verurteilten Nazis Haftverkürzungen oder, im Rahmen der Operation Paperclip, gleich vollständige Amnestie und saubere Papiere.

Der Vorteil gegenüber der „Rattenlinie“ des Vatikans – man musste noch nicht einmal behaupten, gläubiger Katholik zu sein.

Im März 1950 fiel McCloy die Aufgabe zu, einen neuen Chef für den westdeutschen Geheimdienst auszuwählen. Nach einer Diskussion mit Frank Wisner von der CIA, entschied sich McCloy für wen? Für den Ex-Nazi Geheimdienstler Reinhard Gehlen.

Von Gehlen, dem „Schlächter“ Barbie und Anderen

Zwar hatte Gehlen die Auflage, nur unbedenkliche deutsche Spione in seinem neu zu installierendem deutschen Geheimdienst, dem BND, zu beschäftigen, doch hielt sich Gehlen nicht gerade streng an diese Auflage. Zwei von Gehlens berüchtigsten Nachkriegsrekrutierungen für seinen für die Amerikaner arbeitendenden Geheimdienst waren Dr. Franz Alfred Six and Emil Augsburg, SS Veteranen, die in die Massenvernichtung von Juden involviert waren. Beide waren flüchtige Kriegsverbrecher.

Bild Wiki: Franz Six war insbesondere auch für „weltanschauliche“ Fragen verantwortlich und trat für eine wissenschaftliche Seite des Nationalsozialismus ein.

Offenbar waren die Informationen von Gehlens angeblichen oder tatsächlichem Spionagenetz in den Ostblockländern so wichtig, daß die USA – also die CIA in Gestalt des Ex-Nazianwalts und CIA-Direktor Allen Dulles, über solche Kleinigkeiten hinwegsahen. Und da war natürlich stets die Sorge vor dem Kommunismus …

In seiner Funktion als Hochkommissar leugnete McCloy im Zuge der Verhandlung Frankreichs gegen Klaus Barbie, etwas über dessen Aufenthaltsort zu wissen. Der als „Schlächter von Lyon“ bekannt gewordene Klaus Barbie sollte in Frankreich für die Erschiessung von zwei Mitgliedern der frz. Resistance und anderer Verbrechen vor Gericht gestellt werden.

Im September 1944 war Barbie vor den anrückenden allierten Truppen geflohen, wobei er zuvor alle SS-Unterlagen zerstörte und über 100 Franzosen tötete, die Wissen von seinen brutalen Verhörmethoden gehabt hatten. Barbie floh ins Nazideutschland, wo er vom amerikanischen Counter Intelligence Corps (CIC) rekrutiert wurde.

Barbie wurde später vom CIC dazu eingesetzt, die kommunistische Partei in Bayern zu bespitzeln und beeindruckte anscheinend das CIC mit wertvollen Informationen. Als es nun zur Verhandlung gegen Barbie in Paris kam, und Paris dessen Auslieferung forderte, leugnete McCloy etwas über den Aufenthaltsort von Barbie zu wissen, obgleich sich dieser in einem Safe House der CIC aufhielt.

McCloy hatte wieder mal getreu seines antikommunistisischen Weltbildes eingegriffen; denn alles links von verdammt weit rechts war schon suspekt.

Großkapital erhält antikommunistischen Bonus

Einige andere Begünstigte der allgemein in politischen Kreisen Amerikas propagierten Ansicht, daß der Kommunismus die größte Gefahr für Amerika darstellte – und somit Project Paperclip ermöglicht wurde-, inbesondere aber von McCloy´s Entscheidungen selbst, seien nachfolgend exemplarisch aufgeführt.

Alfried Krupp und sein Vater Gustav Krupp leiteten die Friedrich Krupp AG, Deutschlands größte Waffenfirma. Hjalmar Schacht, der gut vernetzte Präsident der Reichsbank und Gründungsvater der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) „überredete“ 1930 anscheinend Alfried Krupp, die Vorteile der Hitler Partei zu sehen, der versprochen hatte, die Gewerkschaften und die politische Linke in Deutschland zu zerschlagen.

Als weiteres „Zuckerl“ liess Schacht durchblicken, daß Hitler für kräftigen Umsatz in der Waffenindustrie sorgen würde. Mehr Überredung brauchte es nun wirklich nicht und 1933 trat Krupp der Waffen SS bei.

Mal kurz lachen kann bei dem sich anbahnenden Debakel ja nicht schaden.

Krupp sorgte für ständigen Nachschub an Waffen und Munition während des zweiten Weltkrieges und nutzte die Arbeitskraft von über 100.000 Insassen der Konzentrationslager für seine Fabriken, von denen eine in Auschwitz errichtet wurde. Viele von ihnen starben an den unmenschlichen Arbeitsbedingungen.

Der schwere Gustav

1943 wurde Krupp von Hitler zum Kriegsminister ernannt. Krupp nutzte auch russische Zivilisten und Inhaftierte für die Arbeit in seinen Stahlwerken und Kohleminen.

Alfried Krupp wurde in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen wegen Plünderung besetzter Gebiete und unmenschlicher Behandlung von Kriegsgefangenen und Insassen von Konzentrationslagern, sowie anderer Verbrechen zu 12 Jahren Haft verurteilt (Vater Gustav war angeblich schon zu alt für eine Verhandlung). Sein gesamter Besitz und sein Vermögen wurden konfisziert.

Aber keine Bange, McCloy findet schon eine Möglichkeit, die Geschichte wieder gerade zu biegen. Schliesslich war ja kalter Krieg, Nordkorea hatte gerade Südkorea überfallen und in Erwartung einer kriegerischen Auseinandersetzung, in die sich die USA natürlich einmischen mussten, hob McCloy als erstes einmal die Beschränkung der Stahlproduktion Deutschlands von 11.000 Tonnen auf.

Kommunismus auch in Deutschland eine Gefahr!

Aber auch um die Situation in Deutschland machte sich der Mann Sorgen. Schliesslich war der gerade von seiner Komission eingesetzte Adenauer schon kurz darauf auf dem Tiefstpunkt seiner Popularität angelangt. Umfragen ergaben nur noch 24%, während die -damals noch linke – SPD 40% erreichte.

Um dieser besorgniserregenden Entwicklung Einhalt zu gebieten und sozusagen ein Gegengewicht zu schaffen, begnadigt McCloy erst mal eine Reihe von verurteilten Industriellen.

Unter ihnen Fritz Ter Meer, Senior Aufsichtsratsvorsitzender von IG Farben, der Firma, die das Zyklon B für die Gaskammern hergestellt hatte. Ausserdem war er Hitlers Kommissar in Waffen und Kriegsfragen für die chemische Industrie.

Allen Dulles´Buch „German Underground“

1950 dann schrieben Adenauer und andere, u.a. Hermann Abs, der Bankier Hitlers, der seltsamerweise nie angeklagt worden war (der Oberbanker Hjalmar Schacht wurde zwar angeklagt, aber natürlich frei von Schuld gesprochen; Geld stinkt nicht, wenn gute „Beziehungen“ vorhanden sind), an McCloy mit der Bitte, bezüglich Friedrich Krupp Milde walten zu lassen. Die Bitte traf auf sperrangelweit offene Ohren.

Zu einem gewissen Meinungsumschwung bezüglich der Haltung gegenüber Deutschland kam es in Amerika auch, weil eine Reihe von Büchern erschienen waren, die den Freiheitskampf der Deutschen schilderten, was schlecht zu einer Gesamtschuld der Deutschen passte, die sie gemäß den Plänen der Allierten (zu erwähnen sei hier William H. Draper oder der Morgenthau-Plan) auf sich nehmen sollten.

Unter diesen Büchern befand sich auch das Buch „Germany’s Underground“ von Allen Dulles (dem späteren CIA-Chef und vormaligem Anwalt von I.G. Farben, Bruder des Bevollmächtigten von I.G. Farben auch nach dem Krieg), der den Heldenmut der Männer des 20.Juli 1944 hervorhob.

Wollte er so etwa davon ablenken, daß er vor, während und nach dem Kriegsende seine Händchen ganz tief im braunen Nazisumpf vergraben gehabt hatte? Oder wollte man den mehr als 1500 Naziwissenschaftlern und -größen, die mit Project Paperclip in die USA geschleust wurden, eine weiße Weste waschen? Auch bei der Ausstellung der gefälschten Dokumente für die einbürgerungswilligen Nazi-Wissenschaftler hatte Allen Dulles an verantwortlicher Stelle seine Hand im Spiel.

Im Januar 1951 gab McCloy bekannt, daß Krupp und acht seiner Vorstandsmitglieder, die mit ihm verurteilt worden waren, freigelassen würden. Sein Vermögen, auf ungefähr 45 Millionen geschätzt, sowie seine Besitztümer wurden ihm zurückerstattet.

Zur Erinnerung: Krupp war „wegen Plünderung besetzter Gebiete und unmenschlicher Behandlung von Kriegsgefangenen und Insassen von Konzentrationslagern, sowie anderer Verbrechen zu 12 Jahren Haft verurteilt“ worden.

Derselbe McCloy ermahnt Deutschland, sich in Zukunft gut zu benehmen

Man kennt sich und man schätzt sich

Kannten sich die Herren McCloy und Krupp etwa schon von früher? Obwohl es nicht ausgeschlossen ist, lässt die Nähe McCloys zum Establishment, zu dem auch Krupp lange gehörte (und später wieder angehörte), noch ganz andere Vermutungen zu. Wäre es denn so undenkbar, daß z.B. Onkel Averell Harriman, der alte Ex-Geschäftspartner McCloy´s, den eines Tages mal auf die Seite genommen hat, um ihm ganz nebenbei die Geschichte von seinem Vater, E.H. Harriman dem Eisenbahnbaron, zu erzählen, der schon 1873 die Stahlräder seiner Transpacific Railroads bei Krupp bestellte, also beim Gustav jetzt?

Und dem willfährigen McCoy ein klares Zeichen gab, dass der Krupp jetzt unbedingt bald mal wieder an die Arbeit müsse, um den Laden zu organisieren? Wegen der Russen, natürlich.

Die Flick´s und die Krupp´s

Andere Nazis, deren Freilassung McCloy für gut und richtig erachtete, waren u.a. Friedrich Flick, einer der einflussreichsten Unterstützer Hitlers und der NSDAP. Flick und Thyssen waren Anteilseigner der Vereinigten Stahlwerke, Geschäftspartner auch von Bush und Harriman.

Polens grösstes Industriekonglomerat, die Upper Silesian Coal and Steel Company, wurde übrigens von Friedrich Flick und der Harriman Fifteen Corporation über die Silesian-American Corporation kontrolliert, bei der auch Prescott Bush im Verwaltungsrat saß.

Die polnische Regierung verlangte 1934, daß Bush, Harriman und ihre Nazipartner wenigstens die normalen Steuern zahlen sollten, anscheinend gab es da „Missverständnisse“.

Der Konflikt wurde im September 1939 mit dem Überfall Hitlers auf Polen gelöst, wobei ironischerweise die russischen Panzer, die den Osten Polens besetzten, mit dem Öl von Harriman/Walker/Bush-Konzessionen fuhren. In einer der polnischen Minen von Bushs Firma wurden Zwangsarbeiter eingesetzt.

Während des zweiten Weltkrieges wurde Flick extrem reich durch den Einsatz von 48.000 Sklavenarbeitern aus den Konzentrationslagern. Ein großer Teil dieser Menschen soll aufgrund der unmenschlichen Bedingungen gestorben sein. Auch Flick erhielt sein Vermögen zurück und, wie Krupp, wurde er zu einem der reichsten Menschen Deutschlands.

McCloy´s Entscheidungen stiessen in den USA auf ein kontroverses Echo. Zu einem (späteren) Zeitpunkt sah er sich dem Vorwurf eines Magazins ausgesetzt, durch Krupp´s amerikanischem Anwalt, Earl J. Carroll, bestochen worden zu sein. Was er entschieden abstritt und seine Entscheidungen mit der Lage in Korea (also wieder mal mit der Gefahr des Kommunismus) begründete.

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Bild: Wki Was beult denn da McCloy´s Aktentasche so aus? Unterhosen, Socken?

Innerhalb weniger Jahre nach dem Krieg war die Krupp AG zur Nummer 12 in der Welt geworden. Den Flicks gehörten 1955 über 100 Firmen mit einem Umsatz von 2 Mrd. jährlich. Flick war der reichste Mensch Deutschlands und der fünftreichste Mensch der Welt. Er weigerte sich Kompensation an die Familien zu zahlen, deren Angehörige gestorben waren, um ihn reich zu machen. Friedrich Flick starb am 20. Juli 1972 in Konstanz und hinterliess 1 Milliarde Mark.

I.G. Farben nach dem Krieg

Die von McCloy begnadigten Manager von IG Farben lebten noch ein ganzes Weilchen und landeten schliesslich unausweichlich wieder in wichtigen Positionen der deutschen Wirtschaft und bei Banken.

Vor den Nürnberger Kriegsverbrecher Prozessen hatte »Wehrwirtschaftsführer« Fritz ter Meer seine 22 mitangeklagten Vorstandskollegen der IG Farben AG auf seinen Verteidigungsplan eingeschworen: Der Konzern sei ein »Hort der Völkerverständigung« gewesen und Hitler ein »Wahnsinniger«.

Hierzu die Junge Welt, „Schließlich waren die Manager der IG Farben erneut in wichtigen Positionen aktiv.

  • Zum Beispiel Heinrich Bütefisch, der den Aufsichtsräten der Ruhrchemie AG und der Deutschen Gasolin AG angehörte. Das ihm vom Bundespräsidenten Heinrich Lübke 1964 verliehene Große Verdienstkreuz musste er allerdings aufgrund anhaltender öffentlicher Proteste wieder zurückgeben.“
  • Heinrich Gattineau wurde Vorstandsvorsitzender der Dynamit Nobel AG, Aufsichtsratsmitglied der Gelsenkirchener Bergwerks AG und der Chemischen Werke Hüls. Im Gegensatz zu Bütefisch durfte er sein Bundesverdienstkreuz behalten, das ihm bereits 1953 verliehen worden war.
  • Fritz ter Meer wurde zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Bayer AG berufen, einem ehemaligen Unternehmen »seiner« IG Farben. Zugleich gehörte er dem Aufsichtsrat der Commerzbank und des Mischkonzerns VIAG an, der sich zu jener Zeit im Staatsbesitz befand.

Die Herren Gattineau, Bütefisch und ter Meer wurden im Kalten Krieg als Experten für die industrielle Hochrüstung und Kriegsvorbereitung wieder gefragt, ihre Opfer wurden dagegen in der BRD bis in die 1990er Jahre beschwiegen.“ [8]

I.G. Farben und der spanische Bürgerkrieg (1936 -1939)

Bisher nicht berücksichtigt wurde das Engagement von I.G. Farben im spanischen Bürgerkrieg (Juli 1936 – April 1939).

Zumindest in zweifacher Form unterstützte I.G. Farben die Putschisten unter dem späteren Diktator Franco. Zum einen spendete I.G. Farben mehrere Beträge in Höhe von 100.000 Peseten an die Legion Vidal. Die Legion Vidal war die Sanitätstruppe der Legion Condor. Legion Condor wiederum war eine verdeckt operierende Einheit der deutschen Wehrmacht im Spanischen Bürgerkrieg, die in allen bedeutenden Schlachten zu Gunsten von Franco eingriff.

Traurige Berühmtheit erlangte die Legion Condor dadurch, dass sie 1937 nicht nur völkerrechtswidrig die Stadt Guernica bombardierte und zerstörte, sondern dort auch mit besonderer Menschenverachtung vorging. Das Bild „Guernica“ von Pablo Picasso wird uns stets hieran erinnern. Des Weiteren nutzte die Legion Condor die von der I.G. Farben produzierte Elektron-Thermit-Stabbrandbombe B1E. Diese Stabbrandbombe entwickelte beim Einschlag eine Hitze von bis zu 2.400 Grad und entfachte eine Feuerbrunst, welcher mit Löschwasser nicht beizukommen war.

Es ist kaum zu glauben, dass die I.G. Farben ihr diesbezügliches Engagement im Spanischen Bürgerkrieg ohne Rückendeckung des NS-Regimes betrieben haben soll. Das in Berlin befindliche Archiv der Legion Condor überlebte im Übrigen nicht den Zweiten Weltkrieg, gleichwohl konnte über das in Rom weitestgehend unversehrte Archiv der Aviazione Legionaria, der Schwesterorganisation der Legion Condor, der vorstehende Sachverhalt später aufgeklärt werden.

Zum Zeitpunkt des I.G.-Farben-Prozesses lagen diese Informationen jedoch genau so wenig vor wie die für die historische Aufarbeitung des Spanischen Bürgerkriegs eigentlich unvorstellbare Tatsache, dass Royal Dutch Shell, Texas Oil Company sowie die Standard Oil Company die Putschisten unterstützten.

Operation Paperclip

Aufgrund der von Allen Dulles beaufsichtigten Operation Paperclip und anderen, ahnlichen Operationen reisten nach dem Krieg viele Nazi-Größen unbehelligt in die USA ein und besetzten alsbald höchste Positionen – in der NASA und anderen militärischen und industriellen Einrichtungen. Andere wurden, wahrscheinlich aufgrund „berechtigten Interesses“ begnadigt oder schon nach wenigen Jahren wieder freigelassen.

  • Otto Ambros wurde in Nürnberg wegen Massenmord und Sklavenhaltung angeklagt, jedoch von John McCloy begnadigt. Ambros arbeitete später sogar für das U.S. Department of Energy. [9]
  • Walter Schieber arbeitete in den Konzentrationslagern an dem sogenannten Ernährungsprogramm, das für Hunderte von Toten in den Konzentrationslagern verantwortlich war, und hatte gute Kontakte zu Heinrich Himmler. In Nürnberg bekam er Zeugenstatus und wurde später von General Loucks aufgestöbert, um ihm zu helfen, das Nervengasprogramm der USA voranzutreiben.
  • So kam es, daß sich eines Samstag Nachmittags eine Gruppe von ungefähr acht Top Nazi-Chemikern im Haus von General Loucks in Heidelberg versammelten und an den Formeln arbeiteten. [10]

Eine ganze Reihe von militärischen Forschungseinrichtungen rekrutierten „Paperclip“- Wissenschaftler mit Kenntnissen in der Raumfahrtmedizin, Radiobiologie und Ophthamology (Physiologie des Auges).

Eine dieser Institutionen war SAM, wo Experimente mit Strahlung durchgeführt wurden, sowie andere Anlagen, wie das Edgewood Arsenal of the Army’s Chemical Corps. Hubertus Strughold, der in Dachau ein Labor geführt hatte, begann seine Karriere bei SAM und ist heute als Vater der Weltraummedizin bekannt.

Gab es da nicht einen Skandal mit Strahlentoten in einem amerikanischen Labor in den 1950er Jahren? Aber wie käme sich denn so ein Strughold auch vor, wenn er auf einmal wieder mit Meerschweinchen experimentieren müsste?

  • Dr Otto Cerny enthüllte seine Rolle beim Bau der Nazi-Glocke in den frühen 1960ern in einem Gespräch (während er für die NASA arbeitete). [11]
  • Kurt Debus ist am besten für seine Rolle bei den V-2 Starts für die SS bekannt und arbeitete später für die NASA an den Apollo Mondmissionen. Doch auch seine Theorie von Trennung magnetischer Felder sollte erwähnt werden. [12] Und auch er wird im Zusammenhang mit dem Bau der geheimnisvollen Glocke erwähnt.
  • Jeder kennt natürlich Werner von Braun, den berühmten Ex-Nazi NASA Raketenwissenschaftler und Entwickler. Die Bombardierung Londons hatten die Engländer zu einem guten Teil Herrn v. Braun zu verdanken. In den USA bekam er ein komplett neues Image (auch Dank Walter Disney) und wurde zum Star!
  • Oder Walter Dornberger, den General, den v. Braun unbedingt mitnehmen wollte. Dornberger bekam ebenfalls eine gute Stelle bei der NASA und später einen Vorstandsposten bei Bell Laboratories, die am Vietnamkonflikt gut verdienten und ein reges Interesse am Bestehen des Konfliktes und dessen Ausweitung zeigten.
  • In Wirklichkeit soll sowieso Arthur Rudolph die V2-Rakete gebaut haben, unter anderem unter Einsatz von Zwangsarbeitern des berüchtigten Werks Mittelbau. Auch Rudolph war ein gesuchter Kriegsverbrecher und machte Karriere bei der NASA. Er erhielt den Distinguished Service Medal Verdienstorden, musste ihn in den 80er Jahren aber wieder abgeben.

Souffleuse: Hey, wir haben alle nur unseren Job gemacht! So ist das halt und weil uns unser Job Spaß macht, machen wir jetzt einfach bei eurem Verein weiter. Komm lass uns Kommunisten und all das andere Pack klatschen!

Neben seinen vielen anderen Funktionen im Lauf seines Lebens war John McCloy nach dem Krieg auch „Coordinator of Information of the US-Government“ und in dieser Funktion verantwortlich für das Rahmenwerk dessen, was einmal zum Office of Strategic Services werden würde, dem Vorläufer der CIA.

Das Verdienstkreuz bekommen diejenigen, die gut verdienten …

1951 präsentierte die seit 1949 unter Konrad Adenauer regierende Bundesregierung den Westalliierten eine Beratergruppe in Sachen der von den Westalliierten gewünschten I.G. Farben-Entflchtung, die von den folgenden Personen dominiert war.

  1. Hermann Josef Abs, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank
  2. Helmut Wohltat, vormals Ministerialdirektor in der Vierjahresplanbehörde der Nazi-Größe Göring
  3. Hermann Gross, vormals Leiter der Wiener Außenstelle der Volkswirtschaftlichen Abteilung der I.G. Farben

Abs war in der NS-Zeit Aufsichtsratsmitglied bei I.G. Farben. Wohltat war Initiator des nach ihm benannten deutsch-rumänischen Wirtschaftsvertrags vom 23.03.1939, welcher die rumänische Volkswirtschaft auf die Bedürfnisse der deutschen Rüstungsindustrie ausrichtete. [9]

Joseph Abs von der Deutschen Bank, Hitlers Privatbankier, erhielt selbstverständlich für seine Verdienste ebenfalls das Bundesverdienstkreuz (mit Stern!). Haben die wirklich keine anderen Leute gefunden für ihre Verdienstkreuze?

McCloy und der Kennedy Mord

McCloy brachte es in seiner Karriere noch bis zum Mitglied im Council of Foreign Relations, dem er von 1953 – 1970 angehörte. Von 1953 – 1960 war McCloy Chairman bei der Chase Manhattan Bank, ebenfalls eine große Unterstützerin der Nazis. Dieses Amt war ihm so wichtig, daß er sogar ein Regierungspöstchen ablehnte. Vielleicht wollte er einmal für eine Weile eine ruhige Kugel schieben. Daraus wurde dann aber doch nichts. Nachdem Kennedy im November 1963 ermordet worden war, berief man ihn in die Warren-Kommission, die Präsident Kennedys Tod untersuchte, oder wenigstens so tat.

Da wir nun McCloy´s antikommunistische Grundhaltung kennen, würde ich mal darauf tippen, daß McCloy einen Kommunisten aufstöberte, der das Attentat begangen haben soll. Insofern muß Oswald, der die Tat nach offizieller Version begangen haben soll, eindeutig ein Kommunist gewesen sein – denn McCloy sagte zu den Untersuchungsergebnissen des Mordes an Kennedy: „I never saw a case that was more completely proven“. Und tatsächlich – Oswald sprach sogar russisch, ein Glücksfall!

Bis heute gibt es ungeklärte Merkwürdigkeiten beim Kennedy Mord. 2017 sollen geheime Akten veröffentlicht werden.

Ebenfalls in dieser umstrittenen Kommission sassen Allen Dulles und Gerald Ford, der spätere Präsident. Professor Donald Gibson von der Universität von Pittsburgh weiss dazu: „Beide (McCloy und Dulles) waren immer die Leute des Establishments in der Regierung, sie waren niemals die Leute der Regierung im Establishment. Als McCloy als Hoher Kommissar in Deutschland diente, oder als Präsident der Weltbank, oder als Mitglied der sogenannten Warren-Kommission, tat er dies als Diener der herrschenden Elite“.

McCloy durfte darüber hinaus auch noch Direktor der Ford Foundation werden und schrieb als Co-Author erstaunlicherweise ein Buch mit dem Titel „Freedom From War, The United States Program For General And Complete Disarmament In A Peaceful World“ [10]

Eine gewiße Skepsis dieser Wandlung McCloy´s vom Saulus zum Paulus gegenüber halte ich jedoch für angebracht.

Die schwierige Gemengelage

McCloy´s Karriere wurde bisher allenfalls minimalistisch beschrieben. Seine Entscheidungen scheinen aber von einer starken antikommunistischen Haltung bestimmt worden zu sein. Und er war regelmäßig zur Stelle, wenn es Probleme mit der Gefahr des Kommunismus zu lösen galt.

Die Schwierigkeit, damals wie heute, sich ein vollständiges Bild von der Gemengelage zu machen, besteht natürlich darin, daß es nicht möglich ist, jedem Protagonisten einfach mit einem Etikett zu versehen, wie z.B. Antikommunist oder Nazi, um daraus die Motivation oder Entscheidung einer Person in historischen Momenten zu deuten.

Beispielsweise erstaunt McCloy, indem er sich 1945 auf die Seite derer stellt, die Truman eindrücklich davor warnten, die Atombombe in Japan einzusetzen, bzw. die Truman dazu drängen wollten, die Kapitulationsbedingungen zu ändern, sodass der japanische Kaiser bei einer Kapitulation Japans seinen Thron hätte behalten können.

Es war bekannt, daß Japan unter anderen Bedingungen zu diesem Zeitpunkt kapituliert hätte. Vielleicht ging es McCloy aber auch wieder eher um die Rettung von Investitionen als um die Menschen.

„Not only did Truman rely on fervent proponents of using the bomb, he ignored the entreaties of Stimson, State Department Japan expert and former Ambassador Joseph Grew, Admiral William Leahy, Secretary of the Navy James Forrestal, Assistant Secretary of War John McCloy, and other knowledgeable insiders who urged him to change the surrender terms and inform the Japanese that they could keep the emperor.“ [11]

Es lässt sich jedoch nach langem Studium der deutsch-amerikanischen Geschichte (in die wir noch tiefer eintauchen werden) eine Tendenz feststellen, die sich an der Historie von einzelnen Personen festmachen lässt (die statistisch überproportional dem CFR angehören). Mal sehen, ob Sie auch eine Tendenz erkennen können, wenn wir mit den Burschen fertig sind.

Geld und Moral

Natürlich reicht es nicht zu wissen, daß jemand für eine Firma gearbeitet hat, die mit einer anderen Firma zu tun hatte, die sich Straftaten schuldig gemacht hat. Da ich in meiner Funktion als Techniker pharmazeutischer Anlagen für die meisten Pharmakonzerne tätig geworden war, könnte man mir aufgrund dieser Argumentation ebenso leicht anhängen, ich hätte an der Unterdrückung von wirksamen Methoden zur Bekämpfung von Krebs mitgewirkt, wie man den Anwälten und Bankern, die durch IG Farben ihre Brötchen verdienten, nachsagen könnte, sie hätten die Nazis unterstützt.

Ein Unterschied zwischen mir und den Protagonisten der größeren Geschichte ist jedoch der, daß ich nicht zu irgendeinem Zeitpunkt im Vorstand einer Bank oder einer einflussreichen politischen Stiftung gesessen habe, welche Verbindungen zur Nazi-Partei hatte (bzw. zur Pharmaindustrie; ich habe auch keine Aktien in der Öl- oder Waffenindustrie, falls sie das vermuten sollten). In der Regel bedeutet ein höherer Posten in einer Organisation einfach auch mehr Verantwortung und mehr Wissen.

Geld ist Geld und Moral ist Moral. Es gibt derzeit keinen gemeinsamen Nenner. Nur gut, dass Sie und ich nicht in die Verlegenheit geraten, unsere Moral auf den Prüfstand stellen zu müssen. Doch vielleicht sollten wir genau das alle mal tun.

I.G. Farben und KZ-Häftlinge

Was für Verbrechen wurden nun IG Farben nachgesagt? Denn etliche Manager von IG Farben wurden in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zu Haftstrafen von bis zu 12 Jahren verurteilt.

Tatsächlich hat sich das Konglomerat IG Farben spätestens seit der Entscheidung, Hitler zu unterstützen, nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Über eine Tochterfirma produzierte IG Farben Zyklon B, das Gas, das bei der Vergasung der Juden in den Konzentrationslagern verwendet worden sein soll.

Produktionsstätten von IG Farben wurden in der Nähe von Konzentrationslagern errichtet, um einen steten Nachschub an Arbeitskräften zu gewährleisten. Z.B. gab es eine Zweigstelle mit Namen I.G. Ausschwitz. IG Farben unterstützte Hitler schon bevor er an die Macht kam. Spätestens ab 1936 wurden sie Teil der aufrüstenden Kriegsindustrie Hitlers.

Muss man sich wirklich fragen, was McCloy und die Nazigrößen 1936 während der Olympiade zu besprechen hatten, oder könnte man annehmen, das sie nicht nur über Sport sprachen?

IG Farben

Geduld. Wenn Sie nicht wenigstens einmal gelesen haben, wie Banken, Insitutionen, Clans und internationale Kanzleien zusammenhängen, werden Sie es nie glauben.

In der Zeit um das Ende des zweiten Weltkrieges herum, wurden die Grundlagen einer Struktur geschaffen, die man als Vorstufe des Mechanismus bezeichnen kann, mittels dessen die EU, die USA, deren Vasallenstaaten und noch eine Menge mehr Staaten, heute kontrolliert werden; eine mächtige Gruppe steht hinter der Syrienscharade, der Farce in der Ukraine, den meisten Kriegen der USA und insgesamt hinter der Entwicklung von Scheindemokratie zu noch weniger Demokratie, auch bei uns in Deutschland.

Versetzen Sie sich mit mir ins Jahr 1920 zurück und mischen Sie folgende Faktoren, um sich einen ersten Eindruck von der Historie zu bilden. Da sind:

  • Monopole/Monopolisten in Amerika – Öl, Geldschöpfung (Banken), Rohstoffe in den Händen von einigen wenigen Parteien
  • Von (diesen) Monopolisten gegründete Institutionen, die die amerikanische Politik unter Kontrolle haben (CFR, AIC und weitere)
  • Ein internationales Netzwerk der zuerst genannten Faktoren unter der Regie von noch weniger ultrareichen Parteien mit einer Menge übereinstimmender Interessen und
  • ein Drehtürsystem

Das Prinzip der Institutionalisierung von Macht wurde in den Jahren nach dem Ende des zweiten Weltkrieges auf eine neue Stufe gehoben worden – auf eine internationale. Doch nie war es Absicht, dem kleinen Mann ein wirkliches Mitsprachrecht zu verschaffen.

Die Finanzierung der Nazipartei durch die großen Industriekonzerne, sogar schon bevor sie an die Macht kam, war von handfesten finanziellen Interessen von Banken und Anlegern geleitet – gemischt mit braunen, ideologischen verbindenden „Werten“. Weiter unten kommen wir noch zu den Banken, die natürlich stets ebenfalls Profit machten. Denn die Banken gewinnen immer.

Wie entstand I.G. Farben?

Das Organisationsgenie Hermann Schmitz, Direktor der (privaten) Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, über die auch die Reparationszahlungen Deutschlands abgewickelt wurden, mit innigen Wallstreetverbindungen stand Pate bei der Fusion der 8 deutschen Industrieunternehmen, die I.G. Farben bilden sollten.

Am 21. November 1925, d.h. sechs Jahre und zwei Monate vor der Machtergreifung Hitlers schlossen die nachfolgenden Firmen:

  • Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikation, Firmensitz Berlin
    Badische Anilin- und Sodafabrik AG, Firmensitz Ludwigshafen
    Ammoniakwerk Merseburg GmbH – Leuna Werke, Firmensitz Merseburg
    Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co., Firmensitz Leverkusen
    Chemische Fabrik Griesheim-Elektron, Firmensitz Griesheim
    Chemische Fabrik Kalle & Co. AG, Firmensitz Biebrich
    Chemische Fabriken Weiler-ter Meer, Firmensitz Uerdingen
    Farbwerke Leopold Cassella & Co., Firmensitz Fechenheim
    Farbwerke vorm. Meister Lucius und Brüning AG, Firmensitz Höchst

einen Vertrag zur konkurrenzlosen Zusammenarbeit in einer Interessengemeinschaft. Die vorstehend genannten Firmen übertrugen ihre Aktiva in Gänze an die BASF AG und erhielten hierfür wertgleiche Aktienanteile an der BASF AG, welche wiederum ihren Namen änderte in I.G. Farbenindustrie AG. Sitz der I.G. Farben wurde Frankfurt, das Gründungsstammkapital betrug 1,1 Milliarden Reichsmark.

Die Stammbelegschaft betrug zur Unternehmensgründung 94.000, wobei diese sich aber zügig auf 189.000 erhöhen sollte. Weltweit führend war I.G. Farben zu Zeiten der Unternehmensgründung dabei in den folgenden Bereichen:

  • Luftstickstoffindustrie
  • Erzeugung von Basischemikalien
  • Herstellung von Treibstoffen durch Kohlehydrierung
  • Herstellung von Farbstoffen, Arzneimitteln, Sprengstoffen und Fasern

I.G. Farben und Rockefeller Standard Oil

Bis zur Kriegserklärung des Deutschen Reiches an die Vereinigten Staaten von Amerika am 11. Dezember 1941 gab es sehr enge Beziehungen zwischen der I.G. Farben und amerikanischen Banken und Chemiekonzernen und die 1929 geschlossenen Geschäftsbeziehungen und Kartellabsprachen zwischen I.G. Farben und der US-amerikanischen Standard Oil of New Jersey von Rockefeller sollten auch in den Zeiten des Zweiten Weltkrieges in erheblichem Umfang Geltung behalten, in denen das Deutsche Reich offiziell mit den Vereinigten Staaten von Amerika im Krieg war.

Zweck der Unternehmensgründung war die Gewinnmaximierung durch Monopolstellung. Welch verheerende Wirkungen Monopole für Volkswirtschaften haben, war aus den Erfahrungen der USA mit derartigen Kartellen bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt, so daß es bereits mehr als seltsam anmutet, daß man in der Weimarer Republik weder aus politischer noch aus juristischer Sicht etwas gegen die Gründung dieses Monopolisten unternahm. [12]

Ein Teil dieser faszinierenden Geschichte wird von dem Historiker G.Edward Griffin enthüllt: »In den Jahren vor dem 2. Weltkrieg kam es zur Entstehung eines »INTERNATIONALEN« Kartells, mit Schwerpunkt in Deutschland, das die Chemie- und Pharmaindustrie in der ganzen Welt kontrollierte. Beteiligungen bestanden in 93 Ländern, eine mächtige wirtschaftliche und politische Macht. Der Name (des Kartells) war I. G. FARBEN.

»I. G. steht für Interessengemeinschaft bzw. gemeinschaftliche Interessen oder einfacher, Kartell … Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges hatte sich die I.G. Farben zum größten Industriekonzern in Europa und dem größten Chemieunternehmen der Welt entwickelt und war ein Teil eines Kartells von einer gigantischen Größe und Macht, wie es in der ganzen Geschichte einmalig war.

Ein Industriegigant und die Patente

I.G. Farben war während des Dritten Reiches mit 200 Werken in Deutschland sowie 400 deutschen und 500 ausländischen Unternehmensbeteiligungen das größte europäische Unternehmen und nach General Motors, US Steel sowie Standard Oil das viertgrößte Unternehmen der Welt.

Das Farbenimperium besass eigenen Kohleminen, Anlagen zur Erzeugung von Elektrizität, Eisen- und Stahlfirmen, Banken, Forschungseinrichtungen und die verschiedensten kommerziellen Unternehmungen. Es gab über 2000 Abkommen zwischen I.G. Farben und ausländischen Firmen – einschliesslich Standard Oil of New Jersey, DuPont, Alcoa, Dow Chemical und anderen Firmen in den USA.

Durch die Aufrüstung der Nazis kam das Geschäft ja dann erst richtig ins Rollen, die internationalen Aktionäre jauchzten. Und nun kommt erst der Knüller; die „Hochzeit“ mit Standard Oil (Rockefeller) und dem Big Business führte zur vollständigen Verflechtung der größten Finanzhäuser und Industriegiganten unter dem Dach von I.G. Farben.

Die I.G. Farben hatte 1926 eine Methode entwickelt, um Benzin aus Kohle zu gewinnen und ging daher 1929 einen Lizenzvertrag mit »STANDARD OIL« (Rockefeller) ein. Diese gab I.G. Farben 546,000 ihrer Stammaktien im Wert von mehr als 30 Mio. US-Dollar. Zwei Jahre später unterzeichnete I.G. Farben mit Alcoa-Aluminium das ALIG-Abkommen. I.G. Farben produzierte etwa die Hälfte des deutschen Benzins.

Die FED profitierte von Zwangsarbeit

Später baute sie die Raffinerien außerhalb der KZs auf und ließ die Insassen als Zwangsarbeiter für sich schuften (gewissermaßen während sie in den Raffinerien das Gas für die Gaskammern produzierten). Die I.G. Farben war mit der größte von ROTHSCHILD kontrollierte Konzern und pumpte immense Geldströme in die deutsche Wirtschaft, speziell auch zur späteren SS.

Bis kurz vor Kriegsende stiegen die Auschüttungen an die Aktionäre einigen Angaben zufolge um 2000%.

Im Vorstand der I.G. Farben waren unter anderem MAX und PAUL WARBURG (Federal Reserve), die große Banken in Deutschland und den USA besaßen. Ein weiteres Mitglied des Verwaltungsrats war C. E. MITCHELL, vom Verwaltungsrat der »Federal Reserve« und der »National City Bank«, und H. A. METZ, von der »Bank von Manhattan«. (Die hervorgehobenen Namen tauchen im weiteren Verlauf der Geschichte noch des öfteren auf, so daß Sie sich die Namen nun wirklich nicht unbedingt merken müssen.)

Womit wir auch schon bei der Federal Reserve Bank wären, dieser mächtigen Vereinigung von Privatbanken. Im Grunde genommen ist alles dokumentiert und man muss sich nur die Mühe machen, die Punkte zu verbinden. Zwischen Großkapital, Monopolen, Zentralbanken, Geldsystem, Unterdrückung von Technologie, Nazis, IG Farben, Banken, Kennedy-Attentat, Weltkriegen, Europäischer Union, Manipulation der Medien, 9/11, Kriegen usw.. Ich arbeite daran …

Woher kommt das Geld?

Wenn Sie, lieber Leser, jedoch immer noch keine Tendenz erkennen können, will ich Ihnen einen weiteren Tipp geben. Ein sich um die vorletzte Jahrhundertwende hin etablierendes Netzwerk aus Großindustriellen und Banken hatte schon damals die amerikanische Politik gut im Griff.

Das Kartell und die Nazis

Mit I.G. Farben wurde ein Kartell ganz nach Wunsch dieses Netzwerkes hochgezogen. Das Besondere an diesem Modell – die innige Verquickung zwischen Industrie und Staat. Der Hitler-Staat sorgte direkt für Aufträge, Abnahmegarantien und den Profit der Aktionäre und Vorstände.

Im Fall, wie geschehen, einer allgemeinen Aufrüstung gelang dies natürlich besonders mühelos. Nach dem Krieg wurde dieses erfolgreiche Konzept auf globale Massstäbe umgesetzt. Aber sehen Sie selbst, wie das funktioniert.

Herman Schmitz, Präsident der I.G. Farben, gehörte zugleich zum Vorstand der »DEUTSCHEN BANK- sowie auch zur »Bank für Internationalen Zahlungsausgleich«. Kurz vor dem Kriegseintritt der USA wickelte er I.G. Farben Amerika noch schnell ab – die Firma hörte auf zu existieren, wurde von anderen Firmen aufgekauft, umbenannt und landete schließlich in der Schweiz bei einem Unternehmen, dem mysteriöserweise wieder unser Herr Schmitz vorsteht.

Auch Averell und sein Bruder Roland HARRIMAN (Einweihung in Skull&Bones 1917) halfen kräftig mit, die Nazis zu finanzieren. Dies geschah durch die UNION BANK. (Ein Blick auf die Direktorenliste [von Union Bank] zeigt, daß von acht Direktoren vier von »SKULL&BONES« und zwei Nationalsozialisten waren. Harriman finanzierte gleichzeitig die Sowjets und die Nazis durch die »BROWN BROS. HARRIMAN BANK«.

Ebenfalls unterstützten die Tochtergesellschaften von ITT und General Electric die reichsdeutsche SS auf direktem Wege. Das ging so weit, dass Firmen mit amerikanischer Beteiligung deutsche Panzer in Deutschland herstellten, die Rendite des Bombengeschäftes wurde an die internationalen Teilhaber ausgezahlt.

All Honourable Men

James Martin, Chef des Referates für Wirtschaftskrieg im amerikanischen Justizministerium, untersuchte die Struktur der Nazi-Industrie und hat in »All Honorable Men« (S.70) folgendes zu berichten: »Das Hauptverbindungsglied zwischen Hitler und den »Wall Street«-Geldbaronen war HJALMAR HORACE GREELY SCHACHT, Präsident der deutschen Reichsbank, dessen Familie schon viele Jahre lang mit der internationalen Finanzelite verflochten war.

Schacht war der kluge Kopf hinter dem »Young-Plan« (Wiederaufbauplan durch den Morgan-Agenten Owen Young) und auch der »Bank für internationalen Zahlungsausgleich«.

Der von Schacht konzipierte Plan funktionierte perfekt und half, die Ereignisse in der Weimarer Republik auf die explodierende Spitze zu treiben. DR. FRITZ THYSSEN, der deutsche Industrielle, erklärte, er habe sich an die nationalsozialistische Partei erst dann gewandt, als er zu der Überzeugung gelangt war, daß der Kampf gegen den Young Plan unausweichlich war, wenn der vollständige Zusammenbruch Deutschlands verhindert werden sollte. An anderer Stelle bekannte er allerdings, seit 1923 ein Finanzier von Hitler gewesen zu sein.

Die Annahme des Young-Plans und seiner finanziellen Grundsätze erhöhte die Arbeitslosigkeit mehr und mehr, bis es rund 1 Million Arbeitslose gab.“ [13]

Das erinnert jetzt aber schwer daran, wie die EU Griechenland schon jahrelang „rettet“.

Sehr gut verdient an der Misere Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg haben wiederum Wirtschaftskanzleien, wie etwa Sullivan&Cromwell (Allen Dulles, John Foster Dulles), bei der unser McCloy später Vorstandsposten innehatte und Banken – hier ist J.P. Morgan zu erwähnen, der die Kriegskredite der Alliierten „vorgestreckt“ hatte.

Die Anteilseigner

Werfen wir noch einen genaueren Blick auf die Beteiligungen von und an IG Farben. Im Aufsichtsrat von I.G. Farben saßen neben den Rockefellers (Standard Oil, Chase Manhattan Bank), Mellons (Gulf Oil, Alcoa Aluminum), DuPonts (DuPont Chemicals), General Motors und Henry Ford. Der Sohn von Henry Ford saß im Vorstand von I.G.-Farben Amerika.

Den Rockefellers gehörten Standard Oil (gemeinsam mit den Bushs) schon lange. Durch einen Aktientransfer gehörte ihnen nun die Hälfte von IG Farben. Umgekehrt wurden IG Farben bei diesem Deal zu beinahe der Hälfte Teilhaber von Standard Oil! Im Jahre 1930 sassen im Aufsichtsrat von I.G. Farben Amerika folgende Personen und Firmen:

Carl BOSCH Deutscher
FORD MOTOR CO. AG
Edsel B. FORD U.S.
FORD MOTOR CO. DETROIT
Max ILGNER Deutscher, Direktor I.G. FARBEN N.W.7 (INTELLIGENCE) office. Schuldig gesprochen in den Nürnberger Prozessen.
F. Ter MEER German Schuldig gesprochen in den Nürnberger Prozessen.
H.A. METZ U.S. Direktor von I.G. Farben Deutschland und der BANK Von MANHATTAN (U.S.)
C.E. MITCHELL U.S. Direktor der FEDERAL RESERVE BANK OF N.Y. und NATIONAL CITY BANK
Herman SCHMITZ Deutscher Vorstand von I.G. Farben (Präsident) (Deutschland) Deutsche Bank (Deutschland) und der BANK FÜR INTERNATIONALen Zahlungsausgleich. Schuldig gesprochen in den Nürnberger Prozessen.
Walter TEAGLE U.S. Direktor FEDERAL RESERVE BANK OF NEW YORK und STANDARD OIL OF NEW JERSEY (Rockefeller)
W.H. yon RATH Naturalisiert, Direktor der GERMAN GENERAL U.S. ELECTRIC (A.E.G.)
Paul M. WARBURG U.S. Erstes Mitglied der FEDERAL RESERVE BANK OF NEW YORK und der BANK OF MANHATTAN
W.E. WEISS U.S. Sterling Products
Source: Moody’s Manual of Investments; 1930, p. 2149.
Note: Walter DUISBERG (U.S.), W. GRIEF (U.S.), und Adolf KUTTROFF (U.S.) waren ebenfalls Direktoren der Amerikanischen I.G. Farben zu dieser Zeit.

Die folgende Grafik macht die Verbindungen deutlicher… Wird noch gesucht, stellen Sie sich einfach vor, jeder hat die Finger bei jedem anderen mit drin. Ah, hier ist sie:

grafik-ig-farben

IG Farben wurde 1951 wieder aufgeteilt in die ursprünglichen Gründungsfirmen. Vorher aber machten sie sich kurz nach Ende des 2. Weltkriegs auf, und gründeten zusammen mit amerikanischen Teilhabern die Firma „Chemagrow Corporation“ in Kansas, um für das U.S. Army Chemical Corps chemische Kampfstoffe zu entwickeln.

Dr. Otto Bayer von I.G. Farben wurde Direktor der Forschungsabteilung. Zusammen mit Dr. Gerhard Schrader entwickelte und testete er chemische Kampfstoffe. [14]

Hitler´s Finanzierung und ausländische finanzielle Interessen

General Motors, Ford, General Electric, DuPont und die handvoll von US-Firmen, welche sich eng an der Entwicklung von Nazideutschland beteiligten, wurden – bis auf die Ford Motor Company – von der Wall Street Elite kontrolliert – der J.P. Morgan Firma, der Rockefeller Chase Bank und in geringerem Ausmaß der Warburg Manhattan Bank,“ schreibt der Ökonom und Historiker Antony C. Sutton in seinem Buch „Wall Street und der Aufstieg Hitlers“.

J.P. Morgan also, dessen Banken einen großen Teil der Kriegskredite vorstrecken konnten und der naturgemäß sehr besorgt um die Eintreibung jener Kredite war.

In seinem Buch schrieb der einflussreiche Bankier Sidney Warburg über ein Gespräch, das er mit Hitler auf Bitten amerikanischer Finanziers, der Bank of England und Ölfirmen führte. Warburgs Buch „Hitler´s Secret Backers“ enthüllt, daß Hitler im Jahre 1929 10 Millionen USD, 1931 15 Millionen USD und als er 1933 die Macht übernahm weitere 7 Millionen USD von Kuhn Loeb and Cie erhielt, so ein UPI-Bericht der im September 1982 veröffentlicht wurde.

I.G. Farben international pro Hitler

Während der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse kam ans Licht, daß Edsel Ford, C. E. Mitchell, Walter Teagle und Paul Warburg, das I.G. Farben Team mit großer Beteiligung der Federal Reserve Bank also, aufs engste an der Finanzierung von Hitlers Aufstieg nach 1933 beteiligt waren.

„Paul M. Warburg, erster Geschäftsführer der Federal Reserve Bank of New York und Vorstandsvorsitzender der Bank of Manhattan, war ein Direktor von I.G. Farben und sein Bruder Max Warburg war auch ein Direktor von I.G. Farben.

H. A. Metz von I.G. Farben war ebenfalls ein Direktor von Warburgs Bank of Manhattan. Auch war Carl Bosch von American I.G. Farben ein Geschäftsführer der Ford Motor Company AG in Deutschland” schreibt Sutton. Die Federal Reserve hat also fleissig Geschäfte mit den Nazis gemacht, Ford und Opel bauten unterdessen Rüstungsmaterial, z.B. Panzer, für den kommenden Krieg.

Keiner von den amerikanischen Teilhabern wurde jedoch beim Nürnberger Prozess vor Gericht gestellt und soweit es die Aufzeichnungen betrifft, scheint es auch so, daß sie noch nicht einmal bezüglich ihres Wissens über die Finanzierung Hitlers 1933 befragt wurden (die Finanzierung der Nazipartei und der Volkspartei für die Wahlen im März 1933).

“Es ist bemerkenswert, daß die größten Spender – I.G. Farben, German General Electric (und ihre zugehörige Firma Osram) und Thyssen – mit den Wall Street Finanziers verbunden waren. Diese Wall Street Finanziers waren das Herz der Finanzelite und nahmen eine herausragende Rolle in der damaligen amerikanischen Politik ein.“ [15]

Beginnen Sie so langsam eine Tendenz zu entdecken oder haben Sie sich schon darin verloren?

I.G. Farben existierte übrigens noch über 50 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges in Form der I.G.i.L (in Liquidation) weiter. Weiter geht´s zu Industriebarone, Banken und Elite im Teil II.

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