Gesellschaft und Energie

Schon lange wollte ich einen Artikel zur sogenannten freien Energie schreiben und vor allem über Erfinder und Forscher, die sich mit unkonventionellen Theorien und Modellen zur alternativen Energieerzeugung, Konvertern und/oder Antrieben befassen. Bald jedoch stellte sich heraus, dass es mit einem einzigen Artikel nicht getan ist, will man die Energiefrage umfassend behandeln, sondern es sind verschiedene Ansätze notwendig, um dem Thema gerecht zu werden. Und so wurde aus diesem Artikel über freie Energie zunächst einmal der Titel: Über die Unfreiheit von Energie und Gesellschaft. Das hat mehrere Gründe, die ich kurz skizzieren möchte.

In Das Empire – die Jagd nach Öl beschreibe ich, wie dank des Öls bis dahin nie dagewesene Kriege möglich wurden und wie aus dieser engen Verflechtung von strategischen Belangen mit den Interessen der Erdöl-Lobby eine imperiale Industrie entstand, die überaus am Status Quo interessiert ist. Die Gesellschaft wurde durch diese Entwicklung wie nebenbei entmündigt und in Knebelhaft genommen. Der Aufschrei der Empörung entfiel wegen Konsum. Dieser Information könnte eine nicht unerhebliche Bedeutung zukommen, wenn wir uns auf die Suche nach neuen Energieträgern und -formen machen – und erklärt vielleicht auch, warum mit dem Thema „Freie Energie“ ohne große Vorreden und Erklärungen kein Blumentopf zu gewinnen ist.

Doch bevor wir soweit sind, gilt es unser Augenmerk auf die Bedeutung der Elektrizität zu richten, denn nicht nur die Entdeckung des Öls veränderte die Gesellschaft sondern auch die Nutzung des elektrischen Stroms. Es stellte sich heraus, dass die Zeitspanne Ende des 19. Jahrhunderts bis zum 1. Weltkrieg nicht nur geopolitisch, mit Blick auf das Erdöl, ein Schlüsselmoment zum Verständnis der Entwicklung unserer militiärisch-industriellen Konsumgesellschaft darstellt. Um ein Haar hätte das Elektro-Auto damals den Sieg davon getragen, gleichauf rangierten Gasturbinen und weit abgeschlagen war die Verwendung des Verbrennungsmotors in Automobilen noch um 1900.

Am Ende von Das Empire – die Jagd nach Öl spreche ich ein unangenehmes Thema an, es geht um Privateigentum, eine der Säulen unserer Gesellschaft, und dass die Energieversorgung eine der ureigensten Aufgaben des Staates sein sollte. In diesem Artikel komme ich zu ähnlichen Schlussfolgerungen, wenn auch aus einer anderen Richtung.

Die nicht wahrgenommene Energiefrage

Eine wichtige Erkenntnis, die sich nun allmählich bei mir einstellte, ist, dass die allgemeine Elektrifizierung  (und der anfangs niedrige Ölpreis) die Ausbeutung der Massen in einem bisher nicht dagewesenen Ausmaß erst ermöglichte, denn Energiekosten wurden fortan nicht mehr nur in Manpower und Know-How gerechnet, sondern weitgehendst abstrahiert. Nicht länger war einzig die Kraft von Mensch oder Tier ausschlaggebend für die Kosten-Nutzen-Rechnung, auch nicht Mechanik oder das Know-How von einzelnen. Die einsetzende Massenproduktion, niedriger Ölpreis und allgemein fortschreitende Elektrifizierung sorgten in Kombination dafür, dass die langfristigen, wirklichen Energiekosten und die Kosten für die Gesellschaft verschleiert wurden. Lustigerweise spielt Demokratie bei der Verschleierungsaktion eine wichtige Rolle, die aber an dieser Stelle nicht behandelt werden soll.

Dem normalen Konsumenten des 21. Jahrhunderts fehlt ein direkter Bezug zur Energie, und dies ist die Ursache, wieso wir nicht wahrnehmen, wie sehr Energiekonzerne, Staat und Wirtschaft ineinander verzahnt sind, ohne dass Vorteile für den Bürger auf der Hand liegen würden. Ein Ponzi-System ist entstanden ähnlich einem falschen Perpetuum Mobile, das nur funktioniert, weil ständig eine Seite im Ungleichgewicht ist, das also, im Klartext gesprochen, ständig zu Lasten des „kleinen Mannes“ geht [warum sagt man eigentlich nicht „zu Lasten der ‚kleinen Frau‘? Das Problem trifft jedenfalls alle :).]. Die Wegwerfgesellschaft ist eine direkte Folge des Dilemmas.

Warum ich?

Der Komplexität des Themas, und nicht etwa meiner Schreibwut, ist es zu verdanken, dass aus diesem Essay schon wieder fast ein kleines Buch zu werden drohte. Wie üblich werde ich versuchen, die Komplexität auf ein für die meisten Leser erträgliches Maß zu reduzieren, woraus Ungenauigkeiten resultieren, welche Physiker im besten Falle kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen werden. Formeln und komplizierte Berechnungen kommen wirklich nur in Ausnahmefällen vor, wie z.B. e=mc² (kleiner Scherz).

Zuvor noch ein Wort dazu, wieso ein Nicht-Physiker, wie ich es bin, auf die Idee kommt, eine Artikelserie über Freie Energiekonzepte schreiben zu wollen. Wäre da ein Vollblutphysiker nicht viel besser geeignet? Ich gebe Ihnen vollkommen recht, wenn Sie das meinen, es gibt jedoch eine kleine Komplikation, die ich in vorangegangenen Artikeln angedeutet habe. Es finden sich nicht gerade viele Fachleute dazu bereit, über dieses Thema zu schreiben. Allzu schnell gerät man ins berufliche Abseits.

Falls sich aber ein Experte findet, der das heiße Eisen anpackt, dann schreibt er in der Regel für andere Experten. Er wird seine Aussagen so exakt wie möglich formulieren, damit ihm seine heiklen Arbeit nicht wegen vermeidbarer Ungenauigkeiten um die Ohren fliegt. Für das große Publikum wird der Vortrag dann schnell zum Fach-Chinesisch und hier sehe ich meine Aufgabe. Außerdem ist die Energiefrage eben nicht nur eine Diskussion, die einzig und allein von Technikern und Physikern geführt werden sollte, sondern es ist, wie sich immer mehr herausstellte, eine Gesellschaftsfrage von enormer Bedeutung.

Der Job des Übersetzers

Es benötigt so etwas wie einen Übersetzer, man könnte auch sagen, es braucht populärwissenschaftliche Artikel, damit viele Menschen Zugang zu einer gewiss nicht einfachen Materie bekommen. Diese Übersetzer benötigt es in unserer immer komplexer werdenden Gesellschaft auf vielen Gebieten, und dank Internet können unvoreingenommene oder wenigstens kritische Übersetzer nun auch von jedem gefunden werden. Dennoch – das einzige Plus, das mich für diese Art von Übersetzerarbeit qualifiziert, ist leider nur meine Neugier.

Diese dürftige Ausgangslage gereicht jedoch auch denjenigen Lesern zum Vorteil, die ebenso wenig qualifiziert sind wie ich, ein Urteil zu Theorien über z.B. Raumenergie abzugeben. Denn bevor weiterführende Theorien erörtert werden können, sollte über die Grundlagen nachgedacht werden. Also wollte ich wissen, was ist überhaupt Energie? Und wie funktioniert das mit dem Strom? Wie kam es dazu, dass unsere Gesellschaft nun vom Strom abhängig ist?

Eben aufgrund meiner eigenen Unsicherheit bezüglich der Grundlagen (in der Schule konnte ich Physik überhaupt nichts abgewinnen), werde ich versuchen, mich Schritt für Schritt in die Materie einzuarbeiten und Videos und Zeichnungen bereitstellen, welche für Physiker und Elektriker Binsenwahrheiten darstellen, für andere Menschen aber hilfreich sein mögen, sich schnell zu orientieren und zu einem tieferen Verständnis von Energie zu gelangen.

Jeder Übersetzer wird schon einmal an seine Grenzen gelangt sein, wenn er fachspezifische Inhalte übersetzen soll und nicht selten wird er auf seine Intuition zurückgreifen müssen. Und so könnte es auch mir mit dem einen oder anderen Stoff gehen, den ich mir vorgenommen habe, ich bemühe mich aber die Inhalte, von denen ich überhaupt nichts verstehe, auf ein Minimum zu begrenzen, ebenso wie Zitate im Fachjargon.

Das Geheimnis der Energie

Es existiert eine reichhaltige Geschichte schon allein über den recht holprigen Weg von den Anfängen der Nutzung von Rohstoffen zur Energiegewinnung (Sie können kurz aufatmen, das Lagerfeuer lasse ich in dieser Geschichte aus) zu den heute verwendeten konventionellen Methoden der Nutzung von Energien. Kommen Sie mit auf eine Reise, die wieder mal in die Vergangenheit führt, denn sicherlich können wir einiges über Energie lernen, wenn wir uns mit den Überlegungen früher Elektrizitätsforscher beschäftigen, und uns zurück  in deren Ausgangslage versetzen. Auch das Schwarze Gold wird noch einmal eine Rolle spielen, in diesem griechischen Drama mit den Akteuren, Privatwirtschaft versus idealer Staat oder freie Gesellschaft.

Lange bevor die Dampfmaschine erfunden wurde, also auch lange bevor Öl als Rohstoff zur Energiegewinnung einen solchen herausragenden Stellenwert einnehmen konnte, wie das heute in unserer Gesellschaft der Fall ist, mühten sich in den verschiedensten Jahrhunderten die klügsten Geister das Geheimnis von Energie zu enträtseln. Über Jahrtausende war die Muskelkraft und der Einsatz des menschlichen Körpers die einzige Kraft, welche Arbeit verrichtete, wenn man vom Feuer einmal absieht, und nur durch Kenntnis der Gesetze der Mechanik gelang es, auch die Wasser- und Windkraft zur Verrichtung von Arbeit heran zu ziehen. Dann kamen in kurzem Abstand aufeinanderfolgend: Die Dampfmaschine, der Elektrogenerator, der Benzinmotor, der Elektroantrieb.

Es lohnt sich wirklich, wie Daniele Ganser es tut, ab und zu einen Schritt zur Seite zu tun und sich zu vergegenwärtigen, dass wir historisch gesehen erst seit kurzer Zeit vom Öl abhängen, und wie dieser Schmierstoff unsere Gesellschaft verändert hat. Kriege und Revolutionen wurden durch die Jagd nach dem Öl geschürt und gefochten. Wir, d.h. beinahe die gesamte sogenannte westliche Zivilisation sind abhängig vom Schwarzen Gold. Den Zugriff darauf „sichert“ das US-Imperium in fortwährenden Kriegen, Erpressungen und Invasionen. Gegen Konkurrenten wird mit aller Härte vorgegangen.

Der Film beschreibt einen Teil der Geschichte des Stroms, hört aber da auf, wo es um die Erfindungen Nikola Teslas geht.

Indirekt ging es aber bei diesen Kriegen auch um Strom, genauer Elektrizität. Denn diese wurde immer wichtiger und konnte natürlich auch mit Diesel- und Benzingeneratoren erzeugt werden. Hier tritt eine Verzahnung der beiden Technologien ein, keine Frage, da hatten sich zwei gefunden. Die sich anschließende Jagd nach Öl wurde bereits beschrieben, nun interessierte mich der technische Hintergrund dieser Entwicklung.

Unmöglich oder unterdrückt?

Energie, wie man sie „findet“, „gewinnt“ und dazu bringt Arbeit zu verrichten, ist, angesichts der Rohstoffknappheit heute und in nächster Zukunft, mehr denn je ein Thema. Die Bedeutung der Entwicklung des Energiesektors für unsere Gesellschaft kann kaum überbetont werden.

Die Erforschung alternativer Energiequellen (alternativ zu den konventionellen Energien, Brennstoffen und Antrieben) ist dennoch verrufen in wissenschaftlichen Kreisen. Erforscher „alternativer Energien“ berichten im besten Fall von Rufmord und Zerstörung ihrer Karrieren, andere Forscher wurden zur Geheimhaltung gezwungen, verschwanden und begingen „Selbstmord“. Hörte ich da Verschwörung? In dieser Artikelreihe werde ich u.a. versuchen darzustellen, dass die Realität schon lange jede Verschwörungstheorie eingeholt hat, allerdings muss ich dazu weit ausholen. Sie kennen das ja schon, wenn Sie den einen oder anderen Artikel auf dieser Webseite gelesen haben.

Nach der Unwilligkeit der offiziellen Forschung, neue Entdeckungen und Theorien in gebührender, d.h., objektiver Weise zu reflektieren, und dem ohrenbetäubenden Schweigen der „unabhängigen Medien“ zum Thema, stößt man bei der Erforschung möglicher Alternativen zu konventionellen Energien und Antrieben als nächstes unweigerlich auf das Konzept des sogenannten Perpetuum Mobile. Und das wiederum geht ja gleich gar nicht. Das Energieerhaltungsgesetz spricht gegen ein Perpetuum Mobile. Punkt. Wir werden später zu diesem Punkt und einer genaueren Definition zurückkehren.

Es gibt bei der (trotz Punkt (!)) nicht zu unterdrückenden, diesbezüglichen Diskussion eine gewisse Konfusion, welche die Begriffe ‚Kraft‘, ‚Arbeit‘ und ‚Energie‘ unscharf werden lässt. Aber auch die Deutung von „frei“ wie in „Freier Energie“ ist nicht gerade eindeutig.

Im ersten Teil dieses Artikels werden deshalb in sehr allgemeiner Form einige Grundbegriffe erläutert und das Themenfeld umrissen. Es folgt eine stark verkürzte Geschichte des Aufstiegs des „Schwarzen Goldes“ aus technischer Sicht und es wird über den mühsamen Prozess der „Erfindung“ von Strom als Energieform berichtet; beides ist eng verknüpft mit der Unterdrückung von alternativen Antrieben, Theorien und also auch Energien, worauf ich in einem weiteren Artikel kommen möchte; es gibt eine große Auswahl an Erfindern, Erfindungen und Theorien, welche heute als unkonventionell gelten, und die es deshalb selbstverständlich nie in die offizielle Agenda schafften. Momentan bin ich noch dabei, die Unmengen an Rohmaterial zu sichten und meiner Intuition auf die Sprünge zu helfen. Ob ein Perpetuum Mobile dabei ist? Das kommt ganz auf die Definition an …

Energie = Arbeit?

Energie klingt erst mal gut in meinen Ohren, das möchte ich haben, aber was ist eigentlich damit gemeint? Beim Studium der verschiedenen Definitionen von Energie überkommt einen schnell der Eindruck, dass das Wort allein eine blose Worthülse ist. Nur in Relation zur Arbeit und als Differenz eines Potentials gewinnt der Ausdruck eine Bedeutung. Man beachte: die Begriffe ‚Arbeit‘ und ‚Energie‘ werden oft synonym verwendet, dasselbe sind sie dennoch nicht.

Damit ein Objekt bewegt werden kann, also (mechanische) Arbeit verrichtet wird, ist Energie nötig. Energie ist in der Mechanik nötig, damit eine Maschine eine bestimmte Arbeit verrichten kann. Oder anders ausgedrückt: Energie wird auch als gespeicherte Arbeit bezeichnet, für unsere Zwecke ist das Wort Antriebsenergie jedoch geeigneter. Wenn wir von ‚Arbeit‘ reden, geht es häufig auch um ‚Leistung‘, manchmal auch um einen ‚Ertrag‘.

In der Physik erhalten die eben genannten Begriffe nun Buchstaben und man kann alle möglichen Berechnungen damit anstellen, z.B. Wirkungsgrad und Effizienz berechnen.

Und genau daran haperts an allen Ecken und Enden. Um z.B. Erdöl aus dem Boden zu holen und dieses in das fertige Endprodukt an der Tankstelle zu verwandeln, ist eine nicht unerhebliche Menge Energie notwendig. Das Verfahren ist aufwendig und die Umwandlung der durch Verbrennung von Benzin erhaltenen Energie in die zu verrichtende Arbeit ineffizientes Stückwerk, was sich klar auf die Gesamtbilanz auswirkt.

Wirkungsgrad

Von Wirkungsgrad spricht man, wenn man die Effektivität eines Prozess angeben will, z.B. die Effektivität eines Kraftwerkes. Auf energie-strom.com fand ich folgendes anschauliches Beispiel für einen Wirkungsgrad:

Wird Kohle im Kraftwerk zur Stromerzeugung verbrannt, so geht ein Teil der durch die Verbrennung erzeugten Wärme über die Kesselwand an die Umgebung verloren. Der entstandene Wasserdampf, welcher über Rohre zur Turbine gelangt, erfährt an den Rohrwänden Reibung. Diese Reibung zieht einen Druckverlust nach sich. Den Aufwand in diesem Beispiel stellt die Verbrennung der Kohle dar. Der Nutzen ist der erzeugte Strom. Da auf dem Weg von der Kohle zum Strom Verluste auftreten ist der Nutzen kleiner als der Aufwand. Somit nimmt der Wirkungsgrad einen Wert kleiner 1 an. […]

Größenordnungen für energetische Wirkungsgrade

Geothermiekraftwerk: ca. 10%
Parabolrinnenkraftwerk: ca. 15%
Solarzelle: ca. 15%
Brennstoffzelle: ca. 30%
Atomkraftwerk: ca. 30 – 40%
Windkraftanlage: ca. 45%
Kohlekraftwerk: ca. 45%
GuD-Kraftwerk: ca. 60%
IGCC-Kraftwerk: ca. 60%
Solarkollektoren: ca. 70%
Holzgaskraftwerk: ca. 80%
Wasserkraftwerk: ca. 80%
Blockheizkraftwerk: ca. 90% [1]

Der größte Teil der Energie verpufft auch beim Verbrennungsprozess im Motor, die entstandene Wärme geht meist „verloren“, tatsächlich muss der Motor sogar gekühlt werden, was sich wieder in der Bilanz niederschlägt. Reibung, „Schwerkraft“, Trägheit und andere „Verluste“ kommen (gleichsam erschwerend) am Rande dazu. [2]

Bei Benzinmotoren sehen wir einen Wirkungsgrad von 25-30%, Dieselmotoren sollen bis zu 45% Wirkungsgrad erreichen. [3]

Die meisten der in der Physik verwendeten Begriffe lassen sich anschaulich ins Wirtschaftsleben oder auf die menschliche Ebene übertragen, aber dann hört es aber auch schon auf mit den Vergleichen. Denn ein Mensch kann sich sehr wohl vorstellen, eine gewisse Energie in eine Arbeit zu investieren, um als Produkt dieser Arbeit etwas unermesslich Wertvolleres zu erhalten, das ihn, und vielleicht viele andere Menschen, für den Rest seines Lebens zu erfreuen vermag. Es könnte ihm so erscheinen, als hätte er weniger Energie investiert, aber dafür mehr erhalten, und das enspräche einem Wirkungsgrad von über 100 %.

Energie ohne Ende

Wenn wir uns wieder mal daran erinnern, dass die Sonne morgens aufgeht und uns Wärme und Licht schenkt, ohne dass wir dafür nur einen einzigen Handstreich tun müssen, dann rücken die Begriffe Arbeit und Energie in die richtigen Proportionen. Energie gibt es im wahrsten Sinne des Wortes ohne Ende, es kommt nur darauf an, was wir damit machen. Der ‚Wert‘ eines Produktes, das Produkt von Arbeit, Leistung und Energiegröße sollten also auf keinen Fall verwechselt werden.

Albert Einstein definierte Energie als das Verhältnis von Masse und Geschwindigkeit (hoch 2). Seit ich jeder Waage schreckhaft aus dem Weg zu gehen beginne, wage ich indes die Allgemeingültigkeit dieses Satzes zu bezweifeln – es dünkt mich, dass mir mit weniger Masse mehr Energie zur Verfügung stehen würde -, vielleicht liegt das aber auch daran, dass es mir bisher nicht gelingen will, mich als rein mechanisches Objekt zu betrachten.

Sie merken es schon – trotz der unbestrittenen Wichtigkeit und Bedeutung des Themas weigere ich mich standhaft, dem „tierischen“ Ernst zu verfallen.

Energieeffizienz und Energieerhaltungssatz

Ein umsatzstarker Hersteller von Süssigkeiten erschuf in einem berühmten Slogan seine eigene Definition von Energie und trug damit zur weiteren Volksverdummung bei, wozu mir ein Witz einfällt, den Sie vielleicht schon kennen.

Frage: Mit wieviel Treibstoff kehrt eine Rakete von ihrer Reise zum Mars auf die Erde zurück, wenn für den Hinweg die Hälfte des Tankinhaltes verbraucht wurde?
Antwort: Mit dem halben Tank. Denn: Mars bringt verbrauchte Energie zurück!

Spaß beiseite, anstatt von Wirkungsgrad spricht man auch von Energieeffizienz.

Die Energieeffizienz ist ein Maß für den Aufwand (Verbrauch) von Energie zur Erreichung eines bestimmten Nutzens.

Die Spaßbremse in Sachen Perpetuum Mobile, auf das wir gleich zu sprechen kommen, ist der Energieerhaltungssatz, nach dem (lt. Wikipedia) Energie zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden kann, beispielsweise von Bewegungsenergie in Wärmeenergie.

Energie kann auch aus einem System oder in ein System transportiert werden. Es ist jedoch nicht möglich, Energie zu erzeugen oder zu vernichten. Die Energieerhaltung gilt als wichtig[st]es Prinzip aller Naturwissenschaften.[1]

Für den Laien: Man kriegt vorne nicht mehr raus, als hinten reingesteckt wird oder umgekehrt, was in der Praxis bedeutet, dass man in einem geschlossenen System nur einen Bruchteil der investierten Energie zurückerhält, keinesfalls gleich viel oder gar mehr. Geräte (die es offiziell eigentlich nicht gibt), die mehr Energie produzieren können, als in sie hineingesteckt wurde, werden Overunity-Geräte genannt. Mit größter Regelmäßigkeit werden alle Beweise der Existenz solcher Overunity-Geräte ignoriert oder herabgewertet, sofern diese überhaupt zur Kenntnis genommen werden. Einige Beispiele von Overunity-Konvertern möchte ich in weiteren Artikeln vorstellen.

Ein Perpetuum Mobile ist, jedenfalls nach gängiger Ansicht, ausgeschlossen, 100% Energieeffizienz ein Traum, der sich leider nicht realisieren lässt und somit Spinnern und Träumern überlassen bleibt. Stimmt das wirklich so? Meine Forschungen ergaben wieder mal ein von der offiziellen Geschichte völlig abweichendes Bild.

Freie Energie / Perpetuum Mobile

In der Überschrift setze ich freie Energie und das sogenannte Perpetuum Mobile absichtlich in einen Zusammenhang, der zwar irreführend ist, jedoch im Volksmund häufig genau so verwendet wird, womit sich eine gute Gelegenheit bietet, diese beiden Begriffe zu sezieren und so zu einer differenzierten Ansicht des Themenkomplexes zu gelangen.

Klären wir also vorab, was genau unter einem Perpetuum Mobile zu verstehen ist, bzw. verstanden wird.

Ein Perpetuum mobile (lat. ‚sich ständig Bewegendes‘, Mehrzahl Perpetua mobilia) ist ein hypothetisches Gerät, das – einmal in Gang gesetzt – ohne weitere Energiezufuhr ewig in Bewegung bleibt und dabei – je nach zugrundegelegter Definition – möglicherweise auch noch Arbeit verrichtet. [4]

perpetuum lat. auf immer, auf ewig
mobilis lat. beweglich, leicht zu bewegen

Aus dem lateinischen übersetzt reden wir von einer fortwährenden, nicht endenden Bewegung, was für sich genommen eigentlich nur recht wenig aussagt. Was in der Regel gemeint ist mit dem Begriff, ist ein Gerät oder ein Mechanismus, der sich selbst antreibt. Von überschüssiger Energie ist noch keine Rede, doch wird sie impliziert, weil jedes Objekt eine gewisse Masse haben sollte, das gegen Schwerkraft, Reibung(-skraft), Luftwiderstand und andere zu berechnende Faktoren bewegt werden muss. Stellt man sich ein drehendes Rad auf einer Nabe vor, wird aufgrund der anzunehmenden Reibung darüber hinaus irgendwann einmal ein Teil degenerieren und die Funktion kann nicht mehr aufrecht erhalten werden. Auch Wärmeentwicklung kann negative Auswirkungen auf die Funktion haben. Solche strengen Maßstäbe legen natürlich die Messlatte für ein echtes Perpetuum Mobile recht hoch an.

Ein wichtiger Opponent der immerwährenden Bewegung ist die Gravitation. Ein Objekt wiegt etwas und ist träge, und wenn diese Masse in Bewegung gesetzt wird, müsste eigentlich Energie = Arbeit nachgeführt werden, damit das Objekt entgegen der diversen Widerstände und Kräfte auch dauerhaft in Bewegung bleibt. Nicht einmal im Vakuum könnte ein Perpetuum Mobile nach herrschender Lehrmeinung zu 100% realisierbar sein.

Doch damit nicht genug: Ein echtes Perpetuum Mobile sollte nicht nur ständig in Bewegung bleiben, sondern es sollte auch noch Arbeit verrichten können, ohne dass Energie von außen zugeführt wird. Ein P.M. ist also ein Overunity-Gerät (Wirkungsgrad > 1), dessen Teile sich nicht abnutzen oder verändern.

In der Enzyklopädie Naturwissenschaft und Technik von 1981 wird folgendes präzisiert:

Unter einem Perpetuum mobile erster Art versteht man eine Vorrichtung, deren Teile nicht nur dauernd in Bewegung bleiben, sondern die sogar dauernd Arbeit zu leisten vermag, ohne daß von außen Energie (z.B. in Form von Wärme) zugeführt wird, ohne daß sich aber auch der physikalische oder chemische Zustand der an der Vorrichtung beteiligten Stoffe mit der Zeit ändert.

Im absoluten Idealfall benötigt dieses Wunderding noch nicht einmal einen Initialpuls, also einen Schubs oder Strom, um den Prozess in Gang zu setzen. Natürlich gibt es so ein Ding nicht, denn es würde im Widerspruch zum ersten Hauptsatz der Thermodynamik stehen. Sparen wir uns die Definition eines Perpetuum mobile zweiter Art, denn das geht auch nicht.

Schnell wurde mir klar, dass weitere Erklärungen der verschiedenen im Zusammenhang mit der Gewinnung und Nutzung von Energie gebräuchlichen Wörter notwendig werden würden, der Begriff „Energie“ selbst sollte vorsichtshalber nun doch genauer definiert werden.

Deutlich wurde bei den angesprochenen Definitionen eines P.M. vielleicht auch, dass Otto-Normalverbrauchers Definition eines Perpetuum Mobiles nicht ganz so streng ausfallen würde. Mir persönlich würde es schon reichen, wenn ich alle paar Jahre ein kleines Teil an meiner Overunity Maschine auswechseln müsste, und diese zu diesem Zweck einige Minuten anhalten würde, dafür aber den Rest der Zeit Energie daraus beziehen könnte. So gesehen hat der Begriff Overunity eigentlich nicht zwingend etwas mit der strengen Definition eines P.M. zu tun.

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